Archiv für den Monat September 2015

Zum Werk von Sandra Heinz

Grundlegender Zug ist das Einbeziehen vorgefundener all-täglicher Materialien, die einem Transformationsprozess unterzogen werden. Waren es bei den Zeitungsarchiven die täglich wechelnden Informationen der Printmedien, die durch Weißen oder Wachsen konserviert wurden, so sind es seit geraumer Zeit getragene Kleidungsstücke: Strick-pullover, Hosen, Schuhe, selbst Taschen, das, was in Ecken verstaubt oder in der Altkleidersammlung landet.
Über die Auseinandersetzung mit Körpersprache und Mode ist Sandra Heinz auf Kleidung gekommen. Fasziniert einer-seits von der Materialität eines weichen Strickpullovers, sind andererseits der Verweis auf die ehemaligen Besitzer und die Vorstellungen, die wir anhand einer Kollektion ab-gelegter Taschen oder getragener Schuhe von dieser Per-son entwickeln, für Sandra Heinz ein entscheidender As-pekt bei den Kleiderarbeiten. Zum anderen werden durch Zerschneiden und neu Zusammensetzen – also Dekonstruk-tion – aus Kleidungsstücken, die einen bestimmten Ver-wendungszweck hatten, Stoffobjekte, die auf Grund der Eigenschaften des jeweiligen Materials und dessen Farbe von Sandra Heinz in eine neue Form gebracht werden.
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